QR Codes mit Johanniter im Einsatz!

QR-Codes mit Johanniter-Unfall-Hilfe im Einsatz!

Der Notruf ist eingegangen & die Rettungskräfte machen sich auf den Weg. Doch Helfer in der Not stoßen oft auf Grenzen. In diesem Zusammenhang sind es nicht die Grenzen der Helfer, sondern die Grenzen die ihnen durch „äußeren Einfluss“ aufgezeigt werden. Äußere Einflüsse wie das Unterlassen einer Bildung von Rettungsgassen bei Stau oder, und darum geht es hier, Gaffer, wessen Aktivitäten sich behindernd auf die Hilfeleistungen auswirken.

Seit dem 01.Januar 2021 ist ein Gesetz in Kraft getreten (201a Strafgesetzbuches (StGB)), welches ermöglicht, dass fotografierende/filmende Personen bei Unfällen, mit einer Freiheitsstrafe (bis zu 2 Jahren) zur Rechenschaft gezogen werden können. Trotzdem wird weiter geknipst und gefilmt. Wie bereits erwähnt, führt dieses Verhalten bei einem Unfall möglicherweise dazu, dass die Einsatzkräfte erst verzögert an der Unfallsstelle ankommen oder bei der Arbeit behindert werden. Was weitere Folgen nach sich zieht.

Damit Gaffern bewusst wird, dass deren Verhalten schädliche Auswirkungen haben können, werden QR-Codes eingesetzt. Die Johanniter-Unfall-Hilfe hat in Zusammenarbeit mit der Kreativagentur Scholz & Friends eine Lösung geschaffen, welche sich sehen lassen kann – QR-Codes klären auf!

Unfälle in sozialen Netzwerken

Laut dem Video der Johanniter-Unfall-Hilfe, welches hier zu sehen ist, kommen im Durchschnitt ganze 26 Schaulustige Personen pro Unfall zusammen. Einige schauen „nur“, weil der Mensch seine Neugier nicht immer sofort unterdrücken kann und gehen dann im besten Fall, wenn denn schon geholfen wird, weiter. Leider gibt es aber auch die sogenannten Gaffer, welche ihr Handy zücken, keineswegs an Konsequenzen zu denken scheinen und Videos oder Fotos aufnehmen.

Im schlechtesten Fall, bezüglich des Bildmaterials, landet das aufgenommene Material in den sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook oder es wird fleißig, über WhatsApp, geteilt. Erst einmal im Netz gelandet, verschwindet solch ein Material nicht mehr so leicht. Je mehr es geteilt wird, desto unwahrscheinlicher wird es, dass die gesamten Aufnahmen aus dem Internet entfernt werden könnten. Mal aktiv gefragt: Wer würde gerne irgendwann unverhofft ein Video eines Verwandten bekommen wollen, indem er sieht, wie der Verwandte verunglückt ist?

#GaffenTötet – Bewusst aufmerksam machen

Das Pilot-Projekt #GaffenTötet, der Agentur Scholz & Friends und den Berlinern Johannitern wird in Berlin umgesetzt. Das bedeutet, dass dort acht Rettungswagen und ein Intensivtransportwagen unterwegs sind, welche mit innovativen Designs, basierend auf der QR-Code-Technologie, ausgestattet sind. Das Design kann neben den Fahrzeugen, ebenfalls auf die Kleidung der Einsatzkräfte aufgebracht werden.

Kommt es zu einem Unfall und Schaulustige zücken Ihr Handy, um den Rettungs-Einsatz zu filmen, so werden diese durch ihr eigenes Smartphone automatisch auf eine Webseite weitergeleitet und es wird denen die Warnmeldung: „Stopp! Gaffen tötet!“ angezeigt. Somit sollen Aufnahmen verhindert werden und die Rettungseinsätze ungestört durchgeführt werden können.

Kamerafunktion inklusive QR-Code-Scanner

Möglich ist das Erkennen der QR-Codes mit Smartphones, welche die Funktion in der Kamera integriert haben (z.B. Apple-Modelle). Es wäre auch manuell möglich, wenn man das Design mit Apps zum QR-Code-Lesen einscannt, verfehlt dann allerdings fast den Grundgedanken, der aktiven Störung der Aufnahme. Sollte das Smartphone in der Zeit keine Verbindung zum Internet haben, wird auf dem Smartphone trotzdem ersichtlich, dass die Person zu der Webseite https://www.gaffen-toetet.de/ geleitet werden würde. Des Weiteren soll den Gaffern damit bewusst gemacht werden, was die „Gaffer“ da eigentlich veranstalten.

Unwahrscheinlich, aber vielleicht, sind den Gaffern die Folgen nicht ganz bewusst. Wer sein Handy bei oder nach einem Unfall zückt, kann das Leben von sich selbst, den Personen in der nahen Umgebung (einschließlich der Rettungskräfte) und die Leben der verletzten Personen zusätzlich gefährden. Im schlimmsten Szenario geht das Leben eines Menschen verloren, weil Gaffer mit ihren Handlungen behindert haben.

Reaktionen auf das Projekt GaffenTötet

Unter dem bereits erwähnten Video wurden viele Kommentare hinterlassen. Aufgefallen ist der Kritikpunkt, dass dies alles nichts bringe, wenn das Handy keinen integrierten QR-Code-Scanner hätte. Das mag wohl auf den ersten Blick stimmen, aber nicht, wenn man weiter drüber nachdenkt. Zum einen gibt es mittlerweile reichlich Smartphones, welche diese integrierte Funktion besitzen und zum anderen sollte diese Aktion in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit erhalten, sodass dann der ein oder andere, außerhalb einer Unfallsituation, davon erfährt und somit Zeit gewinnt, darüber nachzudenken, ob man beim nächsten Unfall Bildmaterial aufnimmt oder es besser sein lasse.

Weiter gab es Kommentare, die die Entwicklung und weitere Umsetzung im Blick haben. Beispielsweise, ob Apple oder Android nicht aktiv mithelfen könnten, indem diese die Funktion in allen Kameras integrieren, um dann für eine gewisse Zeit die Aufnahmefunktion automatisch zu sperren, sobald dieses Design mit QR Code eingescannt wird. Ein Vorschlag der vielleicht gar nicht zu schwer in der Umsetzung sein mag.

Das Pilot-Projekt ist eine sinnvolle, möglicherweise lebensrettende Maßnahme, welche mehr Aufmerksamkeit verdient und in der Umsetzung bei anderen Rettungsdiensten ankommen soll, damit „nachgemacht oder mitgemacht“ werden kann. In diesem Sinne teilen wir die Überzeugung von Jörg Lüssem (Johanniter-Vorstand).

“Die innovative Idee hat das Potenzial, eine sehr breite Öffentlichkeit zu erreichen und viele Menschen zum Umdenken zu bewegen.“

– Jörg Lüssen (Ein Design das Leben retten kann)

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